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Alt 13.05.2020, 16:25   #1
torsten
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Standard Der Humi im Hochsommer

Hallo liebe Zigarren Freunde,

es steht ja bald wieder die warme Saison des Jahres bevor und auch die Eisheiligen haben bei dem einem oder anderen
anderen zu erstaunten Blicken auf das Hygrometer des Humis geführt.
Bei uns ging es von 28°C innerhalb von 15h auf 5°C runter. Da war mal Lüften im Humi angesagt!
Nachdem ich mal vor langer Zeit einen super Gau im Humi erlebt habe und seither wohl schlauer bin, möchte ich euch
mitteilen, wie ich es im Sommer handhabe.
Gleich zum Anfang, ich möchte hier keinen Schulmeister raushängen lassen. Es geht nur um meine persönliche Routine,
jeder kann natürlich nach seinem Gutdünken verfahren. Aber vielleicht ist es, gerade für Neulinge, doch von Nutzen.
Nicht jeder hat das Geld für einen Liebherr oder Marc Andre Humidor. Die meisten benutzen, ja, die simplen Holzkisten.
Mache ich ja auch so und erfüllt seinen Zweck.
Hygrometer drinne, eines in der Kiste, passt. Immer volle 70%.
Ich habe lange Zeit vergessen, dass es nicht nur auf die 70% RLF ankommt, sondern auf die 12 bis 13% Feuchtigkeit in der
Zigarre.
Jedoch sind RLF und Temperatur unabdingbar miteinander verbunden.
Um die Feuchtigkeit einer Zigarre bei rund 13% zu halten, können als Richtwerte für die ideale Humidor Luftfeuchtigkeit eine relative Feuchte von 75% bei einer Umgebungstemperatur von 20°C, 70% bei 21°C und 66% bei 22°C angegeben werden.
Bei 30°C noch entsprechend weniger, da liegen wir dann bei unter 60%.
Wird es im Sommer richtig heiss, wir haben ein KFW 55 Haus und hatten schon 33°C mit 55% in der Bude und ich befeuchte weiter mit 70% auf dem Hygrometer, kann sich jeder vorstellen, was mit
dem schönen Stumpen passiert.
Er weicht auf, dann kommt der Schimmel - Game over!
Wie kann man das am besten kontrollieren?
In jedem Baumarkt gibt es Restfeuchte-Meßgeräte. Ich benutze die immer dazu, die Restfeuchte des Holzes für meine beiden Grundöfen zu überprüfen, die kosten ca. € 15,00.
Die Dinger haben zwei Stacheln, messen äusserst genau und die Stacheln gehen mit 1,5cm Länge auch noch dick in eine Corona rein.
Ich habe mir dafür einen Opferstumpen von der Tanke geholt. Balmoral Churchill.
Liegt als letzte Zigarre im Humi, bei Bedarf Stumpen rau, mit dem Gerät reinpieksen und messen. Kann man solange machen, bis er durchlöchert ist.
Und zum Schluss:
Sieht man sich die o.g. Werte an, warum sollte ich, wenn es 30°C bei 60% RLF in meiner Bude hat, noch dauernd einen Befeuchter in meinen Humi legen?
Ich habe es so gemacht:
Bei den Bestellungen bei einer sehr rennomierten Firma in Düsseldorf, kriegt man ab und an sehr schöne und edle Zigarrenkisten mitgeliefert.
Dort habe ich einen weiteren Magnet verbaut, sollte es zu feucht werden, einfach Befeuchter aus dem Humi raus und für ein oder zwei Tage in die
leere Zigarrenkiste.
Der Humi läuft trotzdem ohne Probleme weiter. Dafür ist er gebaut und aufgrund der o.g. Daten können die Zigarren gar nicht austrocknen!
Alles besser, als sich Schimmel und aufgeweichte Zigarren zu gönnen.
Wie gesagt, ist alles mein persönliches Vorgehen, jeder kann es halten, wie er will.
Ich hoffe, es hat einen Denkanstoss gegeben.

Viele Grüße aus Gengenbach
Torsten
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Alt 14.05.2020, 12:12   #2
Glenevil
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Standard AW: Der Humi im Hochsommer

Danke, deine Aussagen sind im wesentlichen korrekt, man sollte nur noch ergänzen, das die Humidore nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden und wenn möglich, den kühlsten Platz im Haus bekommen sollten.
Darüber hinaus finde ich deinen Ansatz mit dem Restfeuchte-Meßgerät interessant ... allerdings denke ich, das die Zigarren eher außen anfangen zu schimmeln und nicht mitten drin. Daher nette Spielerei, ein gutes Hygro, bzw. Be- und Entfeuchte-Management scheint mir aber wichtiger.
Weiter so ...
__________________
Slainthé,

Glenevil

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Alt 14.05.2020, 12:34   #3
torsten
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Standard AW: Der Humi im Hochsommer

Danke für deine netten Worte. Wie gesagt, ich mach das auch nur im Hochsommer...und eigentlich klar, der Humi sollte nie in der Sonne stehen.
So tolle Geistesblitze, wie das gute Teil ohne entsprechende Vorkehrungen mal Spin den Keller zubefördern, können ebenso ganz heftig nach hinten los gehen.
Achso, diese Messgeräte sind auch dafür da, feuchte Tapeten zu enttarnen.
Ich legjetzt einfach mal die Brücke von der Tapete zum Deckblatt.
Mein Humi hat z.Zt auch gut zuarbeiten. Habe gestern 15 Stk R & J
Churchill eingelagert. Mehr wie 63% bringt er heute nicht.
Aber das ist ja das schöne, immer was zu machen und ja kein Stress...alles braucht seine Zeit.
In diesem Sinne.
Viele Grüße
Torsten
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Alt 16.05.2020, 13:54   #4
geronimo
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Standard AW: Der Humi im Hochsommer

Zitat:
Zitat von torsten Beitrag anzeigen
Ich hoffe, es hat einen Denkanstoss gegeben.

Viele Grüße aus Gengenbach
Torsten
Danke, sehr informativ
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Alt 22.05.2020, 17:20   #5
Yggdrasil
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Standard AW: Der Humi im Hochsommer

Macht euch nicht zu viele Gedanken über die Temperatur. Die anzustrebenden 13 Gewichtsprozent Feuchtigkeit in der zigarre sind schon richtig, aber der Übergang von der Luftfeuchtigkeit auf die zigarre braucht ebenfalls Energie, da es ein physikalischer Vorgang ist. Alles darüber in diesem Artikel

https://www.humidor.de/relative-luftfeuchte


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Alt 22.05.2020, 20:46   #6
Tabac
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Standard AW: Der Humi im Hochsommer

Vielen Dank @Yggdrasil für den Link. Danach mache ich alles richtig.
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Alt 23.05.2020, 17:27   #7
torsten
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Standard AW: Der Humi im Hochsommer

Servus zusammen,
ich wollte auch noch anmerken, dass man die ganzen Massnahmen, also kurzzeitiges Lüften, etc, etc. auch mit Feingefühl machen sollte.
Es ist halt so, dass der Mensch bei einem einfachen Humidor als Regelkreis zwischen optimaler RLF und Temperatur wirkt.
Aber Achtung!
Viel empfindliche Zigarren, gerade größere Kaliber aus der DomRep, reagieren teilweise zickig auf solche Maßnahmen.
Tägliches Lüften und Absenken der RLF von 50% auf wieder 70%, die dann teilweise gar nicht mehr erreicht werden, weil dann der Humi schon trocken wird, danken sie einem mit Rissen im meist feinen Deckblatt.
So bitte nicht!
Die Cubanerinen sehen das eher etwas locker.
Also wirklich mit Sinn und Verstand handeln. Ich lüfte meinen Humi zur Zeit alle zwei Tage mal kurz für 5min morgens am geöffneten Fenster und stapel dabei die Zigarren auch gleich um.
Ich habe festgestellt, dass sich die RLF im 0815 Humi besser entfaltet, wenn nicht die Churchills unten liegen, sonder im zweiten Stock und unten alles bis Corona Größe.
Aber wie ich immer sage, das ist das schöne an unserem Hobby, man ist noch Herr der ganzen Sache.
Und wenn ich mir dann nach dem Mittagessen eine schöne Zigarre gönne, die nicht nach Mief schmeckt, dabei wunderbar konditioniert ist, dann passt es doch. Und Behikes lager ich nicht bei mir daheim. Die gönne ich mir zum Geburtstag von meinen drei Mädels vom Zigarrenfachgeschäft.
Ach so, nicht vor enthalten wollte ich euch auch nicht eine Bewertung bei Am**o* von einem Käufer, der seinen Zigarren den sogenannten Himmel
mit solch einem Gerät versprach. Da denke ich, lieber selber mal danach gucken. Viel Spaß beim lesen:

Negativ fällt auf, dass die Verarbeitung für den gebotenen Preis sehr billig ist. Ein schäbiges Plastikgehäuse mit ein paar eingegossenen Nasen, die sicher nicht lange halten werden, Knöpfe und Display (für den hohen Preis wohlgemerkt) eher billig. Vor allem aber: Die Magnete sind zu schwach, halten nicht im auch von ***** stammenden Humidor, man muss die mitgelieferte Edelstahlplatte einkleben, was natürlich nicht eben schön ist. Das geht, für mehr aqls 150 Euro, besser.
Update Mitte Juni: Der Lüfter geht nicht, nicht beim ersten Gerät und nicht beim Austauschgeräte. Der ganze Humidor war nach dem Urlaub verschimmelt. Aus drei Sternen wird einer, leider.
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Geändert von torsten (23.05.2020 um 17:48 Uhr)
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